Dienstag, 2. August 2011

Rückschau: Lesung am 24. November: CLAUDIA BREITSPRECHER - AUSZEIT



»Martina Wernicke nimmt sich eine Auszeit« – Nicht freiwillig, nein. Die grüne Bundestagsabgeordnete hat mit knapper Not ein Attentat überlebt. Im Wochenendhaus einer Mitstreiterin erholt sie sich von dem Schock und von dem intrigenreichen Spiel um Macht, das ihr Leben seit Jahren bestimmt. Sie genießt den Frühling in der märkischen Landschaft und versucht zugleich, die wachsenden Zweifel am Sinn ihrer Arbeit und die Sehnsucht nach ihrer ehemaligen Lebensgefährtin Eleni zu ergründen. Bald lernt sie das junge Paar von nebenan kennen: Laura und Stefan Vogel halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und erwarten ihr erstes Kind. Als Martina erkennt, dass die beiden in Gefahr sind, ist die Zeit der Besinnung für sie vorbei.

Claudia Breitsprecher, Jahrgang 1964, studierte Soziologie, Psychologie und Politik an der Freien Universität Berlin. Nach ersten Kurzprosa-Veröffentlichungen in Anthologien Ende der 1990er Jahre erfolgte 2002 ihr Sachbuchdebüt. 2005 erschien ihr Debütroman Vor dem Morgen liegt die Nacht, dem im Sommer 2011 mit Auszeit der zweite Roman folgte. Zu Claudia Breitsprechers weiteren Veröffentlichungen gehört unter anderem die Erzählung Little Boy, mit der sie 2007 den 3. Preis des 6. Autorinnenforums Berlin-Rheinsberg gewann.

CLAUDIA BREITSPRECHER - AUSZEIT
am Donnerstag, 24. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


Eine Veranstaltung im Rahmen von


Berlin-Brandenburgischen Buchwochen 2011 Börsenverein des deutschen Buchhandels Berlin-Brandenburg

Rückschau: Lesung am 17. November: KAROLINA KUSZYK. DER BAUM IM HOF. EINE STOFFTIERLESUNG MIT BERLINER FLAIR



Ein trüber Ende-November-Abend. Eine Altbauwohnung in Berlin. Drei Stofftiere: ein schroffer Igel, ein besserwisserisches Küken und eine übersensible Fledermaus sitzen daheim und langweilen sich. Zuerst jeder für sich, dann langweilt man sich zusammen, bis allen klar wird, dass da noch jemand anders darauf wartet, dass endlich mal etwas passiert, auf etwas Leben, auf ein Abenteuer!

Eine rührend skurrile Adventsgeschichte für Erwachsene, mit viel Witz und liebevoller Ironie erzählt von Karolina Kuszyk, mit musikalischer Begleitung von Trailhead, unter Anwesenheit der Protagonisten - kein Puppentheater!
Ideal für einen kalten Novemberabend in der Vorweihnachtszeit.

KAROLINA KUSZYK. DER BAUM IM HOF. EINE ADVENTSGESCHICHTE
EINE STOFFTIERLESUNG MIT BERLINER FLAIR
am Donnerstag, 17. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
u-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 10. November: ::KUNST_TEXTE::CLAUDIA C. STRAUẞ


© Claudia C. Strauß

Eine aus Kurzprosa, lyrischer Prosa und Kurzgeschichten bestehende Sammlung, die sich mit Werken aus den Bereichen Malerei, Fotografie und vor allem Film beschäftigt. Man muss die Kunstwerke nicht betrachtet, die Filme nicht gesehen haben, um in der Textlandschaft wandeln zu können, lernt die Werke jedoch über die Texte kennen oder entdeckt neue Facetten.

Im Aufflackern des vermeintlich Bekannten entsteht ein neues Drittes. Kein Bindestrich, keine automatische Verbundenheit, ursprünglich Leerzeichen, Atempause, auch kein straffes Seil, sondern bodenschleifende Kontaktaufnahme und Wolkenflug. Ein wanderndes Spiel der Positionen von Betrachtung und Wahrnehmung in organischer Verknüpfung.

Letztlich ist das Betrachtete nur insofern existent, als der Betrachtende für die Zeit der Dauer seinen Blick darauf wirft, es auslöst aus seinem eigentlichen Sein, bzw. sich selbst und das Kunstwerk in diesem Sein erst erfahren kann. Obwohl es eine Trennung so nicht gibt, muss das Kunstwerk nach jeder Herauslösung Konzept sein, sonst könnte es gar nicht betrachtet werden. Jedoch liegt es in der Natur der Kunst, die Bezüge, die Rückwirkungen, Verbindungen - die Uranbindung deutlich zu machen, dies geschieht im Prozess des Entstehens. Deshalb erscheint das Kunstwerk so wie wir in unserem Sein.

Claudia C. Strauß
lebt und arbeitet in Berlin, schreibt Lyrik, lyrische Prosa, Kurzgeschichten. Veröffentlichungen in Anthologien, Lesungen. Seit 1994 als Künstlerin tätig in den Bereichen Fotografie, Videoarbeiten, Kurzfilmen und in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Mal- und Zeichentechniken. Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, Brandenburg und Wien.

::KUNST_TEXTE::CLAUDIA C. STRAUẞ
am Donnerstag, 10. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 03. November: AHMED FAROUK und AISCHA AHMED

"Ein allgemeines Trockenheitsgefühl: Sind wir in Deutschland oder in der Großen Sahara? Irgendjemand sagte mir einmal, dass man die Highways in den amerikanischen Wüsten klimatisiert hat! Wahrheit oder Lüge? Egal, wichtig ist, dass es ein bisschen frischer wird im europäischen Norden" (aus Gelber Sommer)
Dieser Frische jagen Ahmed Farouks Protagonisten nach. Seine Kurz- und Kürzestgeschichten handeln von der Sehnsucht: nach Frische, nach Erfüllung, nach dem frischherben-bittersüßen Geschmack der Liebe. Sehnsucht, den Raum zu spüren. Seine Figuren haben etwas Ätherisches. Wie Geister schweben sie durch die Stadt und haben nur einen Wunsch: gesehen zu werden.


Ahmed Farouk, 1971 in Giza/Ägypten geboren, studierte Publizistik an der Universität Kairo und Übersetzen an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er lebt seit 1996 in Deutschland. 1995 erschienen seine Kurzgeschichten in der Anthologie Fäden auf Kreisen. 2006 erschien die Kurzgeschichtensammlung Gelber Sommer ebenfalls in Kairo . Als Literatur-Übersetzer hat Ahmed Farouk unter anderem Günther Grass, Georg Klein und Feridun Zaimoglu ins Arabische übertragen.


Aischa Ahmed ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie schreibt ihre Dissertation zu arabischen Präsenzen in Deutschland vor 1945, also in einer Zeit, bevor die allgemeine Migrationsgeschichte salonfähig wurde. Aischa Ahmed liest die Geschichten Ahmed Farouks in der deutschen Übersetzung von Mahmoud Tawfik.

AHMED FAROUK und AISCHA AHMED
GESCHICHTEN VON DER SEHNSUCHT
am Donnerstag, 03. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Freitag, 10. Juni 2011

Rückschau: Lesung am 27. Oktober: SLOVOKULT



Von Verderben bringenden Regenschirmen, zweifelhaftem Deutschunterricht und Sigmund Freud – SlovoKult präsentiert junge mazedonische Literatur

Eine kleine Gruppe von Berliner Literaturübersetzern hat es sich zur Aufgabe gemacht, mazedonische Literatur im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen. Ihr Hauptmedium ist das Literaturportal SlovoKult. Doch an diesem Abend wird die Gründerin Elizabeta Lindner mit den Übersetzern Tiina Fahrni, Will Firth und Benjamin Langer den virtuellen Raum verlassen und live aus ausgewählten Übersetzungen vorlesen. Geboten wird eine bunte Mischung unterschiedlichster Texte verschiedener Autoren:http://www.blogger.com/img/blank.gif
Tiina Fahrni bietet eine groteske Erzählung von Ermis Lafazanovski: ein junger Dorfbewohner kommt mit seiner Familie das erste Mal nach Skopje, um sich fotografieren zu lassen. Stattdessen stattdessen erwirbt er einen Regenschirm, was Tod und Verderben hervorruft.
Will Firth liest aus dem 2008 in der Edition Erata publizierten Erzählungsband Der große Koffer von Ivan Dodovski. Darin geht es um äußerst eigenwillige Methoden des Deutschunterrichts, den Siegeszug des Satellitenfernsehens und einen scheinbaren Kriminalfall.
Benjamin Langer präsentiert den Roman Sigmund Freuds Schwester von Goce Smilevski, der 2010 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet wurde und im Frühjahr 2013 im Verlag Matthes & Seitz erscheint. Die fiktive Autobiografie von Freuds Schwester Adolfine schildert das tragische Schicksal einer jüdischen Frau in Wien um die Jahrhundertwende und wird zur Abrechnung mit dem berühmten Bruder.
Als Kontrapunkt zu so viel Prosa trägt Elizabeta Lindner Lyrik von Katica Kulavkova und den „jungen Wilden“ Igor Isakovski und Jovica Ivanovski vor. Da werden sogenannten Prominenten Hinweise für ihre PR gegeben, die Große Mutter stellt sich persönlich vor und ein Maler bezeichnet seine Kunst als „Liebemachen mit der Leinwand“ ...

SLOVOKULT
JUNGE MAZEDONISCHE LITERATUR
am Donnerstag, 27. Oktober 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 13. Oktober: ANDRE RUDOLPH



Andre Rudolph, geboren 1975 in Warschau, lebt als Dichter und Literaturübersetzer in Leipzig. Er studierte Germanistik, Philosophie und Slawistik und debütierte 2009 bei Luxbooks mit Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit - eine post-post-symbolistische Aufstellung und Umstellung des romantischen Inventars im deutschen Gedicht zwischen Natur und Innerlichkeit. In den Texten zu seinem zweiten Gedichtband Confessional poetry - erscheint im März 2012 ebenfalls bei Luxbooks - spielt Rudolph mit Formen bekenntnishafter Lyrik, wie sie vor allem in Amerika in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Dabei geht es nicht um bloße Imitation, sondern um das Ausloten von Grenzen und Möglichkeiten existenziellen Sprechens, ein paar historische Drehungen weiter. Was geht noch, was geht nicht, wo droht Lächerlichkeit, wo stört die Ironie, wie lässt sich immer noch 'vom Leben sprechen'. Rudolph gibt Einblicke in das gerade fertiggestellte Manuskript; mehrere Auszeichnungen, darunter der Lyrikpreis Maran und der Kranichsteiner Literaturförderpreis, deuten darauf hin, dass er mit seinem Thema womöglich gangbare Wege gefunden hat.


ANDRE RUDOLPH
am Donnerstag, 13. Oktober 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bhf. Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 06. Oktober: THILO BOCK - SENATSRESERVE



Reinickendorf, nördlicher Stadtrand von Westberlin, ein knappes Jahr vor dem Mauerfall: Karsten Grube ist 20 Jahre alt, in die Mutter seiner Freundin verliebt und seit kurzem Praktikant des abgerissenen Lokalreporters und Kettenrauchers Martin Horn, der im Alleingang ein Anzeigenblättchen für das Märkische Viertel erstellt. Gelangweilt von ihrem journalistischen Alltag stoßen die beiden auf den skandalträchtigen Fall des von den Bewohnern der Trabantensiedlung so sehnsüchtig erwarteten Ausbaus der U-Bahnlinie 8. Bei ihren Recherchen geraten Horn und Grube in das zwielichtige Herz der Halbstadt. Dabei verheddern sie sich in einem Netz aus Versuchung und Verbrechen. Der Ausweg könnte tief unter der Erde liegen – im geheimen Bergwerk von Westberlin.

Thilo Bock, Thilo Bock wurde geboren und lebt seitdem. Berlin hat er nie verlassen. Hier liest und singt er regelmäßig auf Lesebühnen und verwandten Veranstaltungen. Er ist Gastgeber der Randkulturkundgebung DICHTER ALS GOETHE und tourt mit seinem Nicht-Programm IMMER WIEDER ROCKT DER BOCK durch Kneipen und Kunststätten. Diesen Herbst ist sein zweiter Roman Senatsreserve in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen. Aus dem wird er auch im ORi vorlesen, vor allem die komischen Stellen. Aber das kann nicht alles sein. Freut Euch auf einen Abend, auf diesen Abend!

THILO BOCK
SENATSRESERVE. Ein Provinzroman
am Donnerstag, 06. Oktober 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz