Dienstag, 2. August 2011

Rückschau: Lesung am 15. Dezember: TAMARA BACH, ALEXANDER GUMZ, JAN SKUDLAREK: MODELLE, SOMMER, SEEMANNSZUNGEN


© Thommy Mardo

Tamara Bach, geboren 1976 in Limburg an der Lahn, nahm bereits 1993 und 1995 am "Treffen Junger Autoren" teil und wurde dort ausgezeichnet. Sie studierte Deutsch und Englisch, arbeitete für das Fernsehen und entwickelte Jugendtheaterstücke. Ihr Romandebüt Marsmädchen erhielt 2002 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis als bestes noch unveröffentlichtes Manuskript und 2004 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Ihr zweites Jugendbuch Busfahrt mit Kuhn wurde u.a. für die Ehrenliste des Internationalen Jugendbuchpreises IBBY und auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Weitere Bücher und Auszeichnungen folgten. Tamara Bach – "eine der wichtigsten Stimmen in der Literatur für Jugendliche" (DIE ZEIT) - lebt als freie Autorin in Berlin.


© Katja Zimmermann

Alexander Gumz, geboren 1974 in Berlin, studierte Germanistik und Philosophie. Redakteur und Literaturveranstalter beim Texttonlabel KOOK und für das poesiefestival berlin, Mitbegründer des Festivals LAN. Drei Tage junge Literatur und Musik in Berlin und der langen Literatur- und Musiknacht HAM.LIT in Hamburg. Mitherausgeber mehrerer internationaler Anthologien. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien; ausgewählte Gedichte wurden ins Englische, Polnische, Persische und Slowakische übersetzt. Wiener Werkstattpreis für Lyrik 2002, Finalist beim Leonce-und-Lena-Preis 2003 und 2009, beim open mike der Literaturwerkstatt Berlin 2009. Stipendiat der Villa Decius in Krakau 2007 und des Berliner Senats 2010. Sein Lyrikband ausrücken mit modellen erschien 2011 bei kookbooks. Alexander Gumz lebt in Berlin.


© Eva Skudlarek

Jan Skudlarek, geboren 1986 in Hamm, studierte Hispanistik und Philosophie in Münster und Madrid und promoviert im Bereich der Philosophie des Geistes. Veröffentlichungen in Litera­tur­zeit­schriften und Antho­logien, u.a. in Neue Rundschau, randnummer, [SIC], Bella triste und in der Versnetze-Reihe. Ausgezeichnet u.a. mit dem Literaturförder­preis 2008 der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kultur­arbeit (GWK), dem Westfälischen Förderpreis zum Ernst-Meister-Preis 2011 und einem Arbeits­stipendium des Landes NRW. Finalist beim 18. und 19. Open Mike der Literatur­werk­statt Berlin 2010 und 2011 sowie Endrundenteilnehmer des Literarischen März in Darmstadt 2011. Jan Skudlarek lebt in Berlin und Münster.


TAMARA BACH - ALEXANDER GUMZ - JAN SKUDLAREK
MODELLE, SOMMER, SEEMANNSZUNGEN
am Donnerstag, 15. Dezember 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 08. Dezember: ILKE S. PRICK und MARIAN HUDEK - Die Liebe ist wie Karamell – eine Geschmackssache



Süßes Glück oder Plombenzieher? Dickmacher oder Seelentröster? Karamell kann beides sein. Wie die Liebe. Ob man im 7. Himmel landet oder beim Zahnarzt, ob man einen Nachschlag möchte oder einen Magenbitter, hängt nicht nur von der Dosis ab, sondern ist auch eine Geschmackssache.
Ilke S. Prick und Marian Hudek öffnen ihre Speisekammern und laden ein zu einer musikalischen Lesung übers Essen und all das, was man nicht nur am Küchentisch tun kann. Sie kitzeln Gaumen und Ohren mit sahnigen Geschichten, chilischarfen Chansons, Gedichten mit Schokoguss und Akkordeontönen mit Schwips, damit es ein zuckersüßer Abend wird, der zwar nicht dick macht, aber glücklich.

Ilke S. Prick kocht gern, isst gern, schreibt gern. Neben ihrem Blog Nachrichten vom Küchentisch verfasst sie darum auch Jugendbücher über Zimt und Honig und taz-Kolumnen über Lakritz-Fesselspiele.
Marian Hudek schätzt alchemistische Prozesse – beim Kochen und im Leben. Als Sänger und Komponist verwandelt er kalte Großstadtluft in herzenswarme Töne, Melancholie in Chansons und ein Seufzen in Soufflé.


ILKE S. PRICK
MARIAN HUDEK
Die Liebe ist wie Karamell - eine Geschmackssache
Ein Abend mit zartbitteren Texten und feinherber Musik
am Donnerstag, 08. Dezember 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 01. Dezember: PUPPENZOO



Zwei Gestalten ganz in weiß. Die Röcke fliegen, in den Händen Papier. Und irgendwo in Berlin tauchen sie plötzlich auf, um zu lesen. Das ist PUPPENZOO. Ihr Ziel: Berlin abSATZen. Wort für Wort füllen sie Kloschüsseln, Hinterhöfe, Fußballstadien, öffentliche Plätze und private Räume mit Poesie. Die nächste Station: Neukölln.
PUPPENZOO schreibt und liest kurze Prosa, Lyrik und ganze Lieder. Ihre glockengleichen Stimmen werden dabei von Gitarrenklängen begleitet – das klingt melancholisch, abgründig, witzig, verwirrend oder fröhlich. Kommt dazu. Leger oder in Farbe. Live und zum Anschauen. Lasst die Puppen tanzen, lasst die Puppen lesen, sie sind hier noch nicht gewesen. Am Ende bleibt: hoffentlich ein bisschen Poesie und eine kleine Melodie. Und ein Aufkleber. Gratis und zum mitnehmen.

PUPPENZOO
am Donnerstag, 01. Dezember 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 24. November: CLAUDIA BREITSPRECHER - AUSZEIT



»Martina Wernicke nimmt sich eine Auszeit« – Nicht freiwillig, nein. Die grüne Bundestagsabgeordnete hat mit knapper Not ein Attentat überlebt. Im Wochenendhaus einer Mitstreiterin erholt sie sich von dem Schock und von dem intrigenreichen Spiel um Macht, das ihr Leben seit Jahren bestimmt. Sie genießt den Frühling in der märkischen Landschaft und versucht zugleich, die wachsenden Zweifel am Sinn ihrer Arbeit und die Sehnsucht nach ihrer ehemaligen Lebensgefährtin Eleni zu ergründen. Bald lernt sie das junge Paar von nebenan kennen: Laura und Stefan Vogel halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und erwarten ihr erstes Kind. Als Martina erkennt, dass die beiden in Gefahr sind, ist die Zeit der Besinnung für sie vorbei.

Claudia Breitsprecher, Jahrgang 1964, studierte Soziologie, Psychologie und Politik an der Freien Universität Berlin. Nach ersten Kurzprosa-Veröffentlichungen in Anthologien Ende der 1990er Jahre erfolgte 2002 ihr Sachbuchdebüt. 2005 erschien ihr Debütroman Vor dem Morgen liegt die Nacht, dem im Sommer 2011 mit Auszeit der zweite Roman folgte. Zu Claudia Breitsprechers weiteren Veröffentlichungen gehört unter anderem die Erzählung Little Boy, mit der sie 2007 den 3. Preis des 6. Autorinnenforums Berlin-Rheinsberg gewann.

CLAUDIA BREITSPRECHER - AUSZEIT
am Donnerstag, 24. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


Eine Veranstaltung im Rahmen von


Berlin-Brandenburgischen Buchwochen 2011 Börsenverein des deutschen Buchhandels Berlin-Brandenburg

Rückschau: Lesung am 17. November: KAROLINA KUSZYK. DER BAUM IM HOF. EINE STOFFTIERLESUNG MIT BERLINER FLAIR



Ein trüber Ende-November-Abend. Eine Altbauwohnung in Berlin. Drei Stofftiere: ein schroffer Igel, ein besserwisserisches Küken und eine übersensible Fledermaus sitzen daheim und langweilen sich. Zuerst jeder für sich, dann langweilt man sich zusammen, bis allen klar wird, dass da noch jemand anders darauf wartet, dass endlich mal etwas passiert, auf etwas Leben, auf ein Abenteuer!

Eine rührend skurrile Adventsgeschichte für Erwachsene, mit viel Witz und liebevoller Ironie erzählt von Karolina Kuszyk, mit musikalischer Begleitung von Trailhead, unter Anwesenheit der Protagonisten - kein Puppentheater!
Ideal für einen kalten Novemberabend in der Vorweihnachtszeit.

KAROLINA KUSZYK. DER BAUM IM HOF. EINE ADVENTSGESCHICHTE
EINE STOFFTIERLESUNG MIT BERLINER FLAIR
am Donnerstag, 17. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
u-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 10. November: ::KUNST_TEXTE::CLAUDIA C. STRAUẞ


© Claudia C. Strauß

Eine aus Kurzprosa, lyrischer Prosa und Kurzgeschichten bestehende Sammlung, die sich mit Werken aus den Bereichen Malerei, Fotografie und vor allem Film beschäftigt. Man muss die Kunstwerke nicht betrachtet, die Filme nicht gesehen haben, um in der Textlandschaft wandeln zu können, lernt die Werke jedoch über die Texte kennen oder entdeckt neue Facetten.

Im Aufflackern des vermeintlich Bekannten entsteht ein neues Drittes. Kein Bindestrich, keine automatische Verbundenheit, ursprünglich Leerzeichen, Atempause, auch kein straffes Seil, sondern bodenschleifende Kontaktaufnahme und Wolkenflug. Ein wanderndes Spiel der Positionen von Betrachtung und Wahrnehmung in organischer Verknüpfung.

Letztlich ist das Betrachtete nur insofern existent, als der Betrachtende für die Zeit der Dauer seinen Blick darauf wirft, es auslöst aus seinem eigentlichen Sein, bzw. sich selbst und das Kunstwerk in diesem Sein erst erfahren kann. Obwohl es eine Trennung so nicht gibt, muss das Kunstwerk nach jeder Herauslösung Konzept sein, sonst könnte es gar nicht betrachtet werden. Jedoch liegt es in der Natur der Kunst, die Bezüge, die Rückwirkungen, Verbindungen - die Uranbindung deutlich zu machen, dies geschieht im Prozess des Entstehens. Deshalb erscheint das Kunstwerk so wie wir in unserem Sein.

Claudia C. Strauß
lebt und arbeitet in Berlin, schreibt Lyrik, lyrische Prosa, Kurzgeschichten. Veröffentlichungen in Anthologien, Lesungen. Seit 1994 als Künstlerin tätig in den Bereichen Fotografie, Videoarbeiten, Kurzfilmen und in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Mal- und Zeichentechniken. Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, Brandenburg und Wien.

::KUNST_TEXTE::CLAUDIA C. STRAUẞ
am Donnerstag, 10. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 03. November: AHMED FAROUK und AISCHA AHMED

"Ein allgemeines Trockenheitsgefühl: Sind wir in Deutschland oder in der Großen Sahara? Irgendjemand sagte mir einmal, dass man die Highways in den amerikanischen Wüsten klimatisiert hat! Wahrheit oder Lüge? Egal, wichtig ist, dass es ein bisschen frischer wird im europäischen Norden" (aus Gelber Sommer)
Dieser Frische jagen Ahmed Farouks Protagonisten nach. Seine Kurz- und Kürzestgeschichten handeln von der Sehnsucht: nach Frische, nach Erfüllung, nach dem frischherben-bittersüßen Geschmack der Liebe. Sehnsucht, den Raum zu spüren. Seine Figuren haben etwas Ätherisches. Wie Geister schweben sie durch die Stadt und haben nur einen Wunsch: gesehen zu werden.


Ahmed Farouk, 1971 in Giza/Ägypten geboren, studierte Publizistik an der Universität Kairo und Übersetzen an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er lebt seit 1996 in Deutschland. 1995 erschienen seine Kurzgeschichten in der Anthologie Fäden auf Kreisen. 2006 erschien die Kurzgeschichtensammlung Gelber Sommer ebenfalls in Kairo . Als Literatur-Übersetzer hat Ahmed Farouk unter anderem Günther Grass, Georg Klein und Feridun Zaimoglu ins Arabische übertragen.


Aischa Ahmed ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie schreibt ihre Dissertation zu arabischen Präsenzen in Deutschland vor 1945, also in einer Zeit, bevor die allgemeine Migrationsgeschichte salonfähig wurde. Aischa Ahmed liest die Geschichten Ahmed Farouks in der deutschen Übersetzung von Mahmoud Tawfik.

AHMED FAROUK und AISCHA AHMED
GESCHICHTEN VON DER SEHNSUCHT
am Donnerstag, 03. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz