Sonntag, 12. Januar 2014

Rückschau: Lesung am 16. Januar:
ALINA HERBING und URSULA KIRCHENMAYER
HELDEN DER KINDHEIT

Als wir Kinder waren, gab es noch Helden, wie Asterix, Jim Knopf, Superman oder Ronja Räubertocher. Wir konnten nicht aufhören zu lesen, spielten die Kassetten immer wieder ab, und verbrachten so viel Zeit wie möglich vor dem Fernseher.
50 deutsche Autoren erzählen nun von ihren Helden ihrer Kindheit, darunter Tanja Dückers, Stefanie de Velasco, David Wagner, Julia Schoch, Ursula Kirchenmayer, Alina Herbing, Sabrina Janesch und andere. Mit Witz und präziser Beobachtung fangen sie den Zeitgeist ihrer Kindheit ein und beschreiben auf persönliche Weise, wie die Helden ihrer Kindheit sie bis heute begleiten.
Kuratiert von Felix Scheinberger haben 40 Nachwuchsillustratoren die Texte der Autoren genau so bunt und individuell gestaltet, wie die verschiedenen Helden sind. Sie erinnern nicht nur an die Helden der Kindheit, sondern erfinden sie in einer neuen Bildsprache. Die Helden der Kinderheit bringen Erinnerungen zurück an eine unschuldigere Zeit, mit all ihren Abenteuern, Abgründen und Wundern.
Im ORi lesen Ursula Kirchenmayer und Alina Herbing; Kai Splittengerber moderiert.

Ursula Kirchenmayer, geboren 1984 in Lugosch (Rumänien), studierte Literaturwissenschaft und Romanistik an der Universität Potsdam sowie an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos in Lima (Peru), und unternahm ausgedehnte Reisen durch verschiedene Länder Lateinamerikas. Seit 2010 studiert sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2012 gewann sie den zweiten Preis des 17. MDR-Lite­ratur­wett­bewerbs. Ursula Kirchenmayer lebt in Berlin.


© Artur Krutsch

Alina Herbing, geboren 1984 in Lübeck, lebt in Berlin, studierte Geschichte und Germanistik in Greifswald und Berlin und Literarisches Schreiben in Hildesheim, war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift BELLA triste. Sie gewann den 3. Preis beim MDR-Literaturwettbewerb 2012 und stand im Finale des 20. Open Mike.


© Simon Schwinge

Kai Splittgerber, geboren 1981, studierte Kulturwissenschaften und Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 2004 gründete er den Glück-und-Schiller-Verlag, 2008 das Verlagsnetzwerk Fruehwerk und erstellte 2009 im Auftrag des Netzwerks der Literaturhäuser eine Studie zum literarischen Leben in den Neuen Bundesländern zu Beginn des 21. Jahrhunderts (mit Stephan Porombka). Journalistische und literarische Veröffentlichungen, 2011 erschien der Roman Brehms Tierland. Aus dem Expeditionsbuch des Tierforschers E. Alfred Brehm. Ein Abenteuerroman (zusammen mit der Illustratorin Dorothea Huber). Zudem ist Splittgerber (Mit-)Herausgeber zahlreicher Bücher.

HELDEN DER KINDHEIT
eine Lesung mit Ursula Kirchenmayer und Alina Herbing
moderiert von Kai Splittgerber
am Donnerstag, 16. Januar 2014
ab 21.oo Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 30. Januar:
DAVID NECCHI

David Necchi, bekannt unter diesem Namen als Straßenmusiker und Singersongwriter, Reisender und Kopf des berliner SpokenWord/punk/noise-Projektes Schwarze Haarzunge, liest im ORi aus seiner Sammlung von Texten und Gedichten der letzten Jahre. Texte über das Reisen, leben, Verschwinden und Versinken, die Städte und die Liebe. Mal dadaistisch lärmend, mal wie Wolken.

DAVID NECCHI
am Donnerstag, 30. Januar 2014
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Freitag, 6. Dezember 2013

Rückschau: Lesung am 19. Dezember:
DORIS WIRTH und SINA NESS
Ausgekippt im All und neue Texte

Sina Ness und Doris Wirth stellen Erzählungen und Gedichte vor.
Doris Wirth liest aus ihrem Debüterzählband Ausgekippt im All: "Wir sind alles nur Sterne. Ausgekippt im All. Oder Atome. Die sich kurz verbinden, bevor sie weiterdriften." In den 17 Erzählungen des vorliegenden Bandes prägt dieses Lebensgefühl die meisten der jungen Hauptfiguren, die sich inmitten urbaner Landschaften ihre eigenen Inseln eingerichtet haben. So unterschiedlich ihre Umlaufbahnen auch sind, so durchzieht sie dieselbe Melancholie des Erzähltons.
Zudem liest Doris Wirth aus noch unveröffentlichten Texten.

Sina Ness liest aus ihrem Lyrikzyklus Stromschnellen sowie weitere kurze Prosa.
In ihren Gedichten erkundet Sina Ness sowohl mit experimentellen und sprachkritischen, als auch mit traditionellen Mitteln wie Versmaß und Reim die Sprache als künstlerische Ausdrucksmöglichkeit. Dabei bewegen sich die Themen in einer weiten Bandbreite von still und persönlich bis hin zu grell und satirisch.

Sina Ness, *1982 in Basel. Sie arbeitete als Filmvorführerin und studierte Philosophie und Germanisitk in Basel sowie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihren beiden Kindern in Berlin. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Hörspiel (Gewitter, WDR 2010, SWR 2011) und leitet Hörspiel- sowie Erzählwerkstätten für Kinder.

Doris Wirth, *1981 in Zürich. Studierte Germanistik, Filmwissenschaft und Philosophie in Zürich und Berlin. Arbeitete beim Schweizerischen Komitee für UNICEF. Seit 2010 freie Autorin, verdient auch Geld als Texterin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen und derzeit an ihrem ersten Roman. Veröffentlichungen in Magazinen und Anthologien, 2013 erschien ihr erster Erzählband Ausgekippt im All, Edition Thaleia.

DORIS WIRTH und SINA NESS
Ausgekippt im All und neue Texte

am Donnerstag, 19. Dezember 2013
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Mittwoch, 27. November 2013

Rückschau: Lesung am 05. Dezember:
Niemand hat die Absicht, einen Tannenbaum zu errichten

Natürlich darf im ORi die obligatorische Weihnachtslesung nicht fehlen. Fehlen hingegen darf: Weihnachtsschmuck, Lametta, Glühwein und »White Christmas« vom mp3-Player. Stattdessen gibt es Weihnachtsgeschichten aus Berlin. Denn der Mythos weiß zu berichten: Als die Berliner Lesebühnenautorinnen und -autoren beim letzten Weihnachtsfeste beieinander saßen und sich gegenseitig ihre Geschichten vorlasen, kamen sie spontan auf die Idee, ein Buch daraus zu machen. Und siehe: Im Sommer war das Buch fertig. Leider war da noch nicht Weihnachten und die Autorinnen und Autoren mussten warten. Doch jetzt ja bald Weihnachten, also können sie endlich daraus vorlesen. Nicht alle 30 natürlich, die würden dann ja bis Silvester lesen, hohoho. Nein, nein, es lesen nur derer fünf, nämlich:

Jan Gympel
Insa Kohler
Mareike Barmeyer
Holger Haak
Michael-André Werner

Und es gibt Kekse.

Niemand hat die Absicht, einen Tannebaum zu errichten
Weihnachtsgeschichten aus Berlin
herausgegeben von Volker Surmann und Michael-André Werner, Satyr-Verlag
am Donnerstag, 05. Dezember 2013
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Mittwoch, 13. November 2013

Rückschau: Lesung am 21. November:
TOBIAS PREMPER
DURCH BÄUME HINDURCH

Die Kurzgeschichten von Tobias Premper spielen in vertrauter Umgebung: daheim in der Küche, auf öffentlichen Plätzen oder an einem Fluss am Waldrand. Bevölkert von Kindern, Tieren und alten Menschen werden diese Orte zu Schauplätzen absurder Komik oder huldvoller Melancholie. Prempers Figuren durchqueren bekanntes Terrain und verkörpern gleichzeitig und anrührend die Kehrseite des Alltäglichen. In ihrer bisweilen wunderlichen Eigensinnigkeit bewahren sie dabei zutiefst menschliche Regungen.


© Malte Nies

Tobias Premper, geboren 1974, lebt als Künstler und Schriftsteller in Berlin. Er ist ein Grenzgänger zwischen Literatur und Kunst. Prosa und Lyrik bilden den Ausgangspunkt seiner künstlerischen Strategie, deren Mittelpunkt das Buch als Träger von Inhalten und Ideen in unterschiedlichsten Erscheinungsformen darstellt. Oftmals setzt er seine Texte in Bezug zu bildnerischen und konzeptuellen Überlegungen. So entstehen seit Ende der 1990er Jahre zahlreiche Künstlerbücher, Arbeiten im Bereich der konkreten Poesie sowie verschiedene Buchobjekte. 2012 zeigte das Studienzentrum für Künstlerpublikationen der Weserburg in Bremen Tobias Prempers Boxenbücher, sowie einen umfassenden Überblick aller bisher gedruckten Veröffentlichungen. Im Herbst 2013 erscheint Durch Bäume hindurch, Tobias Prempers zweites Prosa-Buch im Steidl Verlag nach Das ist eigentlich alles 2012.

TOBIAS PREMPER
DURCH BÄUME HINDURCH
am Donnerstag, 21. November 2013
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Montag, 4. November 2013

Rückschau: Lesung an Musik am 14. Novemver:
ILKE S. PRICK und JOACHIM BECKER
ESSEN MIT FREUNDEN U-Bahnhof Hermannplatz

Der Job ein Provisorium, die letzte Beziehung ein Drama und eine Mutter, die ihren zweiten Frühling erlebt: Luise hat es nicht leicht, doch den Absprung ins richtige Leben hat sie bislang nicht gewagt. Rettender Anker in den Wellen des Alltags ist ihr Freundeskreis. Den versammelt sie regelmäßig um ihren Küchentisch und bekocht ihn mit Leidenschaft. Als Luise beinahe aus Notwehr ihre Passion zum Beruf macht und den Cateringservice „Essen mit Freunden gründet, gerät allerdings mehr als nur ihr professionelles Sein aus den Fugen. Mit ihren Menüs will sie den Magen verwöhnen und die Herzen verzaubern – doch wer zaubern will, muss sich auf Überraschungen gefasst machen...


© Martina Machel

Ilke S. Prick studierte Psychologie und arbeitet heute als freiberufliche Autorin. Sie schreibt Kolumnen für die taz, veröffentlichte Jugendbücher und betreibt den Blog Nachrichten vom Küchentisch. Essen mit Freunden erschien im August 2013 und ist ihr erster Roman für Erwachsene.
Joachim Becker wäre beinahe beruflich übers Meer gefahren, doch dann fing er lieber an zu komponieren und Musik zu machen. Er begleitet den Abend am Piano.

ILKE S. PRICK und JOACHIM BECKER
ESSEN MIT FREUNDEN
eine Lesung an Musik
am Donnerstag, 14. November 2013
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rückschau: Lesung am 31. Oktober:
SARAH DIEHL
ESKIMO LIMON 9

Willkommen in Niederbrechen:
Eine jüdische Familie zieht in die hessische Provinz.
Für die alarmierte Dorfgemeinschaft stellt sich die bange Frage: Wie geht man mit den Neuen um? Während sich Ehemann Chen in die Arbeit stürzt und Ehefrau Ziggy versucht, sich mithilfe des altlinken Dorfkauzes Rainer Koffel in der neuen Heimat zurechtzufinden und ihrer eigenen Emanzipationsgeschichte nachgeht, klärt Sohn Eran seine interessierten Mitschüler darüber auf, dass die Eis am Stiel-Filme, anders als von der Dorfjugend vermutet, nicht aus Italien, sondern aus Israel kommen – wo sie Eskimo Limon heißen. Dabei tritt in einem Reigen von Missverständnissen die Wahrheit zutage: Die Deutschen wissen zwar vieles über Judenvernichtung – aber kaum etwas über Juden...

Eskimo Limon 9 ist einbemerkenswertes deutsches Buch über Juden und Israel, glaubhaft erzählt, mit vielen Details der deutsch-jüdischen Begegnungen, über die man in dieser Klarheit selten in einem Buch gelesen hat. Fabian Wolff, Jüdische Allgemeine Zeitung


© Frank Schwarz

Sarah Diehl, geboren 1978, lebt als Publizistin und Filmemacherin in Berlin und hat dort Museologie, Afrikawissenschaften und Gender Studies studiert. Sie arbeitet zum Thema reproduktive Rechte im internationalen Kontext, hat hierzu bereits zwei Anthologien herausgebracht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm gedreht: Abortion Democracy: Poland / South Africa. Ihr Debüt-Roman Eskimo Linom 9 ist 2012 im Atrium-Verlag erschienen. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Dokumentarfilm und an ihrem nächsten Roman.

SARAH DIEHL
ESKIMO LIMON 9
am Donnerstag, 31. Oktober 2013
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz