Montag, 20. Dezember 2010

Rückschau: Lesung am 03. Februar: STORYATELLA - EIN BESONDERES STÜCK BERLINER HEIMATKUNDE





Frank Nussbücker und Andreas B. Vornehm sind die beiden Herausgeber der 2008 gegründeten Kurzgeschichtenzeitschrift STORYATELLA.
Ghostwriter und Schauspieler der eine, Grafiker und Betreiber eines Kreativbüros für Texte & visuelle Kommunikation der andere, trifft sich bei STORYATELLA eine ihrer großen Leidenschaften: Beide schreiben Shortstorys mit Herzblut. Ob autobiografisch initiiert oder voller anarchischer Ideen, alle zeichnen sich durch tiefsinnigen Humor durch exzellente Sprachbeherrschung aus.
Ihre Geschichten verstehen sie als Literatur-Roadmovies, die ihre Leser und Zuhörer mit auf die Reise nehmen – an Orte, die diese SO nie zuvor betraten, ja deren Existenz sie womöglich nicht einmal ahnten. Und doch befinden sie sich oftmals gleich nebenan – in jedem Falle mitten im Leben.

STORYATELLA – EIN BESONDERES STÜCK BERLINER HEIMATKUNDE
Literatur-Roadmovies aus dem Herzen des Molochs:
Frank Nussbücker & Andreas B. Vornehm

am Donnerstag, 03. Februar 2010
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


Ich fang nochmal an - für alle, die sich nicht die Wurst vom Brot nehmen lassen.

Rückschau: Lesung am 27. Januar: RICHTIGE FREUNDE. Die KOOKread-Redaktion liest



Jan Böttcher
Autor und Musiker, auch Redakteur für KOOKmusic. CD-Veröffentlichungen solo und mit der Band Herr Nilsson bei KOOKmusic, Prosaveröffentlichungen bei kookbooks und bei Rowohlt Berlin. Stipendium Deutscher Literaturfonds e.V. 2006, Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2007 u.a.

Alexander Gumz
Autor, auch Redakteur für KOOKmusic. Arbeit u.a. für das poesiefestival berlin. Seine Lyrik erschien in Zeitschriften und Anthologien, original wie übersetzt. Wiener Werkstattpreis 2002, Autorenstipendium des Berliner Senats 2010. Sein Debütband "ausrücken mit modellen" erscheint 2011 bei kookbooks.

Karla Reimert
Autorin und Lektorin. Nach langem Ägyptenaufenthalt seit 2006 wieder in Berlin. Zahlreiche Lyrik- und Kurzprosaveröffentlichungen. 2003 gewann sie für ihre Kurzprosa den Preis des Rheinsberger Autorinnenforums. Sie lektoriert Literatur und wissenschaftliche Texte und ist Autorin von "Kafka für Eilige" (Aufbau-Verlag).

Daniela Seel
Autorin, Verlegerin und Lektorin. Gründete 2003 den Verlag kookbooks, lektoriert und verlegt dort Lyrik, Prosa, Essays, Künstler- und Kinderbücher. Ihre Lyrik hat sie in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2010 erscheint ihr Debütband "ich kann diese stelle nicht wiederfinden" bei kookbooks.

Uljana Wolf
Autorin und Übersetzerin. Sie wurde für ihren Lyrik-Debütband bei kookbooks 2006 mit dem renommierten Peter-Huchel-Preis und dem Dresdner Lyrikpreis ausgezeichnet. Wolf leitet literarische Workshops und übersetzt Lyrik, vor allem aus dem Englischen. Ihr zweiter Band, "falsche freunde", erschien 2009 bei kookbooks.

RICHTIGE FREUNDE. Die KOOK-Redaktion liest.
Prosa und Lyrik von Jan Böttcher, Alexander Gumz, Karla Reimert, Daniela Seel und Uljana Wolf.

am Donnerstag, 27. Januar 2010
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


Ich fang nochmal an... für alle, die Bücher nicht nur in der Küche haben.

Samstag, 6. November 2010

Rückschau: Lesung am 13. Januar: THILO BOCK - Immer wieder rockt der Bock



Aus dem Hause Thilo Bock erhält man Dichtungen aller Art. Nun ist es aber ein Irrtum anzunehmen, Dichtungen wären ausschließlich aus Plastik, Gummi oder Silikon und würden ausschließlich verschraubt oder verklebt. Mitnichten. Man braucht nicht einmal einen Klempner dafür.
Genauso ist es ein Irrtum anzunehmen, Neukölln läge im Wedding. Man kann aber mit der U8 hinfahren und auch mit dem M29. Bis Hermannplatz. Das kommt zwar fast schon einer Weltreise gleich, denn Berlin ist groß und nicht immer ganz dicht, aber zuweilen lohnt es sich.
Zum Beispiel wenn Thilo Bock auf große Fahrt geht - etwa vom Wedding bis nach Neukölln und weiter bis, dann hat er auf jeden Fall eine große Tasche dabei. Und darin jede Menge beschriebenes Papier. Mit Geschichten drauf. Manche sagen Texte dazu. Die meisten können als komisch empfunden werden. Weil sie komisch gemeint sind. Eine Tasche voller Dichtung also oder auch voller Dichtungen. Eben Dichtungen aller Art. Zum Beispiel solche, die er in Heftchen drucken läßt. Die heißen dann Dichter als Goethe und sind numeriert. Vor kurzem ist Nummero zwo aus der Druckerei gekommen. Das versteht zwar kein Klempner mehr, aber wir mögen die besonders gerne. Vielleicht gibt es auch ein Stück von einer besonders großen Dichtung, die heißt dann Die geladene Knarre von Andreas Baader und wurde 2009 nicht verbaut, sondern gedruckt. Und dann liest Thilo wie immer noch was ab von Blättern, die frisch aus seinem Drucker gekommen sein werden. Ganz frisch abgedichtet, sozusagen. Das rockt.

(Thilo Bock lebt ohne Hund irgendwo in Berlin. Er liest, singt und trinkt regelmäßig vor Publikum. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit nichts.)

THILO BOCK Immer wieder rockt der Bock
Thilo Bock liest & trinkt Geschichten aus Spaß und Bier aus großen Flaschen
am Donnerstag, 13. Januar 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


Ich fang nochmal an... für alle, die Dichtungen nicht im Baumarkt kaufen.

Rückschau: Lesung am 06. Januar: SASCHA REH - FALSCHER FRÜHLING


FALSCHER FRÜHLING erzählt von einer Nacht, in der der Alltag dreier Menschen auseinanderbricht, und von einer Begegnung, die sie wieder zu einer Familie macht.
Lothar Lotmann, ein alternder Theatermann, will mit einer letzten großen Inszenierung noch einmal die Ideale in der Kunst verwirklichen, an denen er im Leben gescheitert ist: Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit. Der verachteten Unterhaltungsindustrie setzt er seit langem nichts mehr entgegen, seine Freunde hat er brüskiert, und seine Frau Emilie, eine erfolgreiche Bühnenbildnerin, ist seine peinlichen Provokationen leid. Doch der »zweite Frühling«, den sie sich von einem Treffen mit einem alten Freund am Vorabend ihrer Scheidung erhofft, treibt hochkomische Blüten. Und ihre Tochter Franziska, die vor dem Beziehungsballast der Eltern in virtuelle Welten flüchtet, überwindet endlich ihre Angst vor einer eigenen Suche nach Glück.
Sascha Rehs Debütroman ist eine schöpferische Hommage an die modernen Theaterklassiker und wird durch seinen ironischen Ton und virtuose Perspektivwechsel zum Ereignis.

Diesen drei, aus gemeinsamen Enttäuschungen, Hoffnungen und Wünschen verbundenen Figuren, gibt der bereits mit Preisen ausgezeichnete Sascha Reh eine (Theater-)Bühne, auf der sie ohne quietschig-bunte Effekte erzählen und sich ausbreiten können. Vom exhibitionistischen Fahrstuhlsex bis zur Familienbeichte im Restaurant. Ein kluger, unaufdringlicher, fast weiser Spätsommerroman.
Jan Drees, WDR 1Live

SASCHA REH - FALSCHER FRÜHLING
am Donnerstag, 06. Januar 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Ich fang nochmal an... für alle, die genug vom Winter haben.

Freitag, 22. Oktober 2010

Rückschau; Lesung am 16. Dezember: MAX VAN DER OOS - HINTERHOFGESCHICHTEN



Max van der Oos ist ein liebenswerter, aufgeschlossener, aber bequemer Mensch, deshalb lässt er sich lieber vorlesen als selbst zu lesen. Zu diesem Zwecke lädt er sich gerne Gäste ein, hauptsächlich jeden 2. Samstag um 11 Uhr in seine Sendung Auslesen im Sender Alex. Dort lesen sie alle: Autoren, Slamer, Lesebühnenmitglieder, Größen und Newcomer, die Creme de la Creme und was die Leseszene sonst noch hergibt. Und nicht nur der nette Herr van der Oos, nein, die ganze Welt kann ihnen im Internet und über den Äther zuhören!!
Doch manchmal gibt sich der freundliche Herr van der Oos einen Ruck, vagabundiert von einem offenen Mikro zum anderen und gibt dort Selbstgeschriebenes zum besten. Neuerdings hat er ganz in seiner Nähe bei der Lesebühne Vision und Wahn ein lauschiges Plätzchen gefunden, wo er sich als Dauergast alle vier Wochen so richtig auslesen kann.
Seine Geschichten sind leicht verschroben bis ziemlich skurril, handeln von seinem magischen Hinterhof und von merkwürdigen menschlichen Irrlichtern und vielem mehr. Wie es sich für einen gebürtigen Schwarzwälder gehört, der sich vor Jahrzehnten in die große, große Stadt Berlin verirrt hat, geht es darin manchmal recht lebensnah und manchmal auch recht weltfremd zu.
Schon zum zweiten Mal wagt sich Herr van der Oos weg vom Heimatsender, von der kuscheligen Lesebühne und seinem wundersamen Hinterhof hinaus ins ferne Neukölln, um der Gated Community Reuterkiez davon zu künden, wie wunderlich das Leben überall sein kann.

MAX VAN DER OOS - HINTERHOFGESCHICHTEN
am Donnerstag, 16. Dezember 2010
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 09. Dezember: HANNES BECKER, ALJOSCHA BRELL, NINA BUSSMANN, MILO MOMM


Nina Bußmann, geboren 1980 in Frankfurt a.M., lebt in Berlin. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. la mer gelée und lauter niemand. Stipendien der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen und der Akademie der Künste Berlin.
Milo Momm, geboren 1977 in Aachen, unterrichtet seit 2001 Renaissance- und Barocktanz in Berlin, Brandenburg und auswärts und ist als freischaffender Choreograph, Regisseur und Tänzer im In- und Ausland tätig.Teilnahme am Open Mike 2008


Hannes Becker ist 1982 in Frankfurt am Main geboren, studierte in Berlin und Leipzig. Er ist Mitglied der Vereinigung 1. Februar. Beiträge auf www.dasuntergehendeschiff.blogspot.com.


Aljoscha Brell , geboren 1980 am Niederrhein, arbeitet als Produktmanager und schreibt einen Roman. Stipendien des Literarischen Colloquiums Berlin und der Akademie der Künste Berlin.

HANNES BECKER, ALJOSCHA BRELL, NINA BUSSMANN, MILO MOMM
am Donnerstag, 09. Dezember 2010
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Fotos: © Ariane Rutz

Donnerstag, 12. August 2010

Rückschau: Lesung am 02. Dezember: SARAH MONDEGRIN - BERLIN AM MEER



Zur falschen Zeit am falschen Ort - und trotzdem genau dort ankommen, wohin man gehört? Kann das funktionieren? Was geschieht, wenn sich eine Berliner Hundefriseurin zwischen den Plüschkissen einer Hotel-Lobby in Bournemouth verliebt und eine Engländerin daraufhin nach Berlin fährt, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich sucht, erzählt Sarah Mondegrin in Berlin am Meer. Es ist eine Wintergeschichte mit doppeltem Boden - eine Reise in die Vergangenheit der 60er Jahre, die im Berlin von heute landet.

Sarah Mondegrin ist freie Autorin und schreibt für den Querverlag. Außerdem gestaltet sie neben Schreibwerkstätten auch ambulante Lesungen wie Kafka mit der Milchkanne - in Grün, auf denen sie an Originalplätzen in Steglitz den Alltag von Franz Kafka und Dora Diamant literarisch und historisch zum Leben erweckt.

SARAH MONDEGRIN - BERLIN AM MEER
am Donnerstag, 02. Dezember 2010
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz