Dienstag, 2. August 2011

Rückschau: Lesung am 03. November: AHMED FAROUK und AISCHA AHMED

"Ein allgemeines Trockenheitsgefühl: Sind wir in Deutschland oder in der Großen Sahara? Irgendjemand sagte mir einmal, dass man die Highways in den amerikanischen Wüsten klimatisiert hat! Wahrheit oder Lüge? Egal, wichtig ist, dass es ein bisschen frischer wird im europäischen Norden" (aus Gelber Sommer)
Dieser Frische jagen Ahmed Farouks Protagonisten nach. Seine Kurz- und Kürzestgeschichten handeln von der Sehnsucht: nach Frische, nach Erfüllung, nach dem frischherben-bittersüßen Geschmack der Liebe. Sehnsucht, den Raum zu spüren. Seine Figuren haben etwas Ätherisches. Wie Geister schweben sie durch die Stadt und haben nur einen Wunsch: gesehen zu werden.


Ahmed Farouk, 1971 in Giza/Ägypten geboren, studierte Publizistik an der Universität Kairo und Übersetzen an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er lebt seit 1996 in Deutschland. 1995 erschienen seine Kurzgeschichten in der Anthologie Fäden auf Kreisen. 2006 erschien die Kurzgeschichtensammlung Gelber Sommer ebenfalls in Kairo . Als Literatur-Übersetzer hat Ahmed Farouk unter anderem Günther Grass, Georg Klein und Feridun Zaimoglu ins Arabische übertragen.


Aischa Ahmed ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie schreibt ihre Dissertation zu arabischen Präsenzen in Deutschland vor 1945, also in einer Zeit, bevor die allgemeine Migrationsgeschichte salonfähig wurde. Aischa Ahmed liest die Geschichten Ahmed Farouks in der deutschen Übersetzung von Mahmoud Tawfik.

AHMED FAROUK und AISCHA AHMED
GESCHICHTEN VON DER SEHNSUCHT
am Donnerstag, 03. November 2011
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

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